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Prolog

Es war ein kühler Frühjahrsmorgen und für Mika begann ein normaler Samstag. Die Wochenendarbeiten im Garten standen wieder an und sicherlich würde bald jemand vor ihrem Zimmer stehen um sie nach draußen zu rufen.

Seufzend erhob Mika sich aus ihrem Bett und blickte aus dem Fenster. Die Sonne stand am Himmel und die Bäume standen still, es würde ein angenehmer Morgen werden. Sie zog ihre Arbeitsjeans aus dem Schrank und zog einen grauen Wollpullover dazu an.

Gestern Abend hatte John ihr eröffnet, dass er mit Nora zusammen war. Mika mochte Nora, aber sie liebte John, eine liebe, die ihr eigentlich verboten war, denn John war ihr bester Freund, schon seid dem Kindergarten.

Sie gönnte John und Nora ihr Glück, doch im inneren hatte es sie zerrissen und zu allem übel hatte sie wieder zwei Kilo abgenommen, ungewollt, dabei hatte sie zunehmen wollen. Wenigstens der drang zum Kotzen hatte aufgehört.

Sie kämmt ihre Haare und band sie zu einem einfachen Pferdeschwanz zusammen, dann legte sie das schwarze Tuch zu einem Dreieck und band es sich als Kopftuch im Nacken zusammen.

Müde schlürfte sie aus dem Zimmer und machte sich zum Frühstück ein Toast, bevor sie nach draußen ging um ihren Dienst an zu treten.

„Guten Morgen.“ Gut gelaunt wurde sie begrüßt, doch sie brachte nur ein gemurmeltes „Morgen.“ Zustande, bevor sie im Spieker verschwand und den Besen raus holte. Bis sie den Weg gefegt hatte würde eine Stunde vergangen sein und einer weitere, bis sie die Dreckhaufen auf die Schubkarren geladen und ausgeleert hatte, das waren zwei Stunden weniger, die sie absitzen musste bis der Abend kam.

Schweigend begann Mika ihre Arbeit und arbeite sich wie immer sorgsam durch, zuerst die Wege, dann das wegräumen, darauf folgte das Mittagessen und dann würde sie in ihrem Zimmer verschwinden, dort würde sie dann Musik hören, ihre Hausaufgaben erledigen und danach vielleicht wieder mit Kuba, ihrem Brieffreund in Kanada schreiben.

 

Die zwei Stunden waren schnell vergangen, denn für Mika waren sie reine Routine. Ihre Mutter hatte das Mittagessen bereits fertig, als sie das Haus betrat und die dreckigen Chucks in die Ecke warf.

„Was gibt es denn Mum?“ fragte sie und blickte neugierig in die Töpfe.

„Reis mit Currysauce.“ Stellte sie zufrieden fest und verschwand dann im Bad, um ihre Hände zu waschen.

„Was steht bei dir heute Abend an Schatz?“ Gatha tauchte im Türrahmen auf und schaute ihrer Tochter interessiert dabei zu, wie sie sich aus dem engen Wollpullover schälte.

„Wir wollten auf das Dorffest:“  endlich hatte sie den lästigen Pulli ausgezogen und zupfte nun das schwarze Top zu Recht. Abschätzend blickte Gatha ihre einzige Tochter an und stellte zu ihrem missfallen fest, dass sie wieder abgenommen hatte, mittlerweile schwieg sie aber darüber.

„Auf das Dorffest also, wer denn alles?“

„Magret, Lucy, Elly, John, Nora, Sam, Buck und ich.“

Mika drängte sich an ihrer Mutter vorbei in die Küche und zog einen Teller aus dem Schrank den sie füllte.

„Und wie lange habt ihr vor zu bleiben?“ erklang die Stimme ihrer Mutter hinter ihr.

„Bis zwei Uhr.“ Mit dem gefüllten Teller setzte Mika sich an den großen Eichenholztisch und begann zu essen.

„Bringt dich einer von den Jungs nach Hause?“

„Nein, John muss Nora nach Hause bringen, der fährt nicht mehr hier lang.“ Sagte sie kurz und begann dann zu essen.

„Wieso bringt John Nora nach Hause?“ fragte ihre Mutter verwirrt und begann die Arbeitsfläche der Küchenzeile abzuwischen.

„Weil John und Nora jetzt zusammen sind.“ Entgegnete Mika frustriert und schob ihren nicht einmal zur Hälfte geleerten Teller von sich.

„Ich geh meine Hausaufgaben machen.“ Sagte sie kurz und verschwand schnell auf den Speicher, bevor ihre Mutter noch auf die Idee kam irgendwelche Fragen zu stellen.

Mika hatte ihrer Mutter erzählt was sie für John empfand und ihre Familie mochte John gerne und alle hatten gehofft, dass er und Mika es eines Tages schaffen würden, sich ihre Gefühle zu gestehen, aber keiner von beiden hatte je den Mumm dazu gehabt.

Wütend wieder auf das Thema gekommen zu sein, begann Mika ihre Hausaufgaben nieder zu kritzeln und zog danach ihr geheimes Kästchen unter ihrem Bett hervor.

Es war ein Kästchen aus Kirschholz, das John für sie gemacht hatte. Darin hatte er einen kleinen Text eingraviert und verzieren lassen von seiner Mutter, die Malerin war. Mika liebte diesen kleinen Text und immer wenn sie traurig war oder sich einsam fühlte zog sie die kleine Truhe unter ihrem Bett hervor und las sich den Text durch, dann kam es ihr so vor, als wenn John ganz nah bei ihr wäre.

» zwei Freunde müssen sich im Herzen ähneln
- in allem anderen können sie grundverschieden sein.“ Las Mika leise und strich über den Deckel. Sie löste ihre Kette von ihrem Hals und steckte den kleinen Schlüssel in das Schloss. Leise klickte es und sie hob den Deckel an, darin befand sich ein kleines mit buntem Papier gebundenes Buch, in dem viele bunte Lesezeichen steckten, Mikas Tagebuch. Sie hob es heraus und schlug die erste  Seite auf, dann nahm sie den Füller der darunter lag und begann zu schreiben.

 

Hallo Fremder,

 

ich weiß, eigentlich ist dieser Beginn für ein Tagebuch sinnlos, immerhin liegt der Sinn eines Tagebuchs darin, dass man Dinge hinein schreibt, die keiner lesen soll, aber vielleicht kommt ja doch einmal der Tag, an dem jemand dieses Tagebuch findet und ließt.

Falls dies wirklich passieren sollte, dann warne ich den Leser vor, es könnte dich langweilen, denn dieses Tagebuch enthält nur die Gedanken eines einfachen Dorfmädchens.

 

Liebe Grüße und viel Spaß,

                        Mika

 

Zufrieden betrachtete Mika die erste Seite. Das Buch mit der Truhe hatte John ihr letztes Jahr zur bestandenen Prüfung geschenkt. Sie hatte ihm ein Lederarmband geschenkt, er trug es jeden Tag. Mika hatte sich immer geweigert ein Tagebuch zu führen, die hatte es als kindisch empfunden, aber seit ein paar Monaten begann sie immer mal wieder irgendwelche Blätter mit ihren Gedanken zu füllen, weswegen sie beschlossen hatte sie nun einfach in das kleine dafür vorgesehen Buch zu schreiben. Auf die erste Seite zeichnete sie noch geübt das Schattenbild eines galoppierenden Pferdes, bevor sie die nächste Seite aufschlug, auf dem ihr erster Eintrag seinen Platz finden sollte.

 

Beginn: 04.04. Samstag

 

Hallo Fremder,

schön dass du dich dafür entschieden hast weiter zu lesen, ab hier wirst du nun meine kleine Geschichte finden. Meine eigene Geschichte, die sich in diesem kleinen Ort zugetragen hat, den man auch Ochtrup nennt. Groß ist es hier nicht, aber trotzdem geschieht hier viel, so viel, wie in dem Leben eines Menschens nun mal passieren kann. Ich denke, dies sollte nun genug der Einleitung sein und wir beginnen einfach direkt mit dem langen Hauptteil dieses Stücks.

Es ist Samstag, wir haben Frühling und langsam beginnt es endlich wärmer zu werden. Die Arbeit auf dem Hof macht nun wieder mehr Spaß, auch wenn meine Brüder nun fast alle ausgezogen sind. Manchmal hat es vorteile die jüngste zu sein, man kann zu Hause bleiben, auch wenn alle anderen gehen, aber es fehlt was ohne die anderen. Brad wird nun bald auch Vater, Jodie meint es wird ein Mädchen, Brad wünscht sich aber einen Jungen. Mutter meint es wird sicherlich ein Mädchen, wir Frauen hätten dafür eindeutig das bessere Gespür, mein Gespür sagt mir allerdings auch, dass es ein Junge wird.

Ich habe nun wieder mindestens zwei Kilo abgenommen, obwohl ich mir vorgenommen hatte jetzt zu zunehmen. Gatha sagt schon nichts mehr dazu.

John ist gestern mit Nora zusammen gekommen, eigentlich freut es mich für die zwei, aber ich liebe John und es hat mich fast zerrissen. Ich habe immer gedacht, wenn man liebt und man wird verletzt, dann tut es weh, aber es ist vollkommen anders, es ist schlimmer. Da ist nichts mehr, nur noch stille, vollkommene Leere, nicht mal mehr das Gefühl von Einsamkeit ist mir geblieben. Ich hoffe, dass diese Gefühle vorbei gehen.

Heute Abend wollen wir alle zusammen auf das große Dorffest. Magret, Elly, Nora, John, Lucy, Sam, Buck und ich. Das wird sicher wieder lustig, besonders wo die Jungs jetzt endlich tanzen gelernt haben. Ich liebe es zu tanzen, weißt du, ich kann dabei alles um mich herum vergessen, es macht so einen Spaß. Am liebsten tanze ich natürlich mit John, nicht nur weil ich ihn liebe, sondern auch, weil er es am besten kann. Beth, unsere Tanzlehrerin, lässt John und mich immer zusammen tanzen, weil sie den Anblick so liebt, sie sagt immer, dass wir einander ergänzen und unsere Bewegungen so sanft aussehen. John lacht dann immer und ich werde Rot. Dann lachen alle und ich lache mit.

Ein blick auf die Uhr verrät mir grade, dass wir es bereits drei Uhr haben und da die anderen mich um fünf Uhr abholen, werde ich mich jetzt lieber fertig machen gehen. Ich werde dir heute Nacht oder morgen früh erzählen wie es war.

 

Liebe Grüße, Mika

9.3.09 18:51
 


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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Tiggah / Website (17.3.09 08:57)
Ich entdecke da Parallelen aus deinem Leben :] Man merkt also, dass des auf jeden Fall von dir geschrieben is, Minnie ^^
hdsmdl


lajellyberry / Website (24.3.09 17:39)
Hey, also ich habe diese Geschichte gerade mehr oder weniger zufällig gefunden... Ich werde später weiterlesen und dir auf deine zahlreichen Kommentare etc. antworten (Danke übrigens dafür!)
Der Prolog gefällt mir auf jeden Fall, ich bin gespannt, wie es weitergeht.
LG


lajellyberry / Website (29.4.09 20:28)
Hi, also ich weiß mein weiterlesen kommt ein wenig spät. Ich weiß auch, ich habe gesagt der Prolog gefällt mir, dennoch dachte ich mir, du bist vielleicht an ein wenig ernsthafter Kritik interessiert, wenn du deine Geschichte schon ins Netz stellst.
Also grundsätzlich ist der Ausgangspunkt der Geschichte nicht mal schlecht gewählt, aber ich denke, es wäre gut weniger sachlich zu schreiben, ein bisschen... flüssiger. In dem Text habe ich auch ein paar unstimmigkeiten gefunden. Mika geht also noch in die Schule, Stichwort Hausaufgaben. Aber wieso geht sie morgens nicht hin? Oder ist etwa Wochenende? Als die Mutter sagt was es zu essen gibt, passt dieses ", stellte sie zufrieden fest" meiner Meinung nach nicht. Auch denke ich nicht, dass Interesse in einem Blick liegt, wenn die Mutter zu sieht wie ihre Tochter ihr Shirt auszieht. A propos - warum tut sie das überhaupt, wenn sie doch um die negative meinung ihrer Mutter weiß?
Wenn du von wir sprichst - irgendwo am Anfang - weiß der Leser nicht wer wir ist. Und diese bloße Aufzählung der Freunde hättest du entweder erläutern oder kürzen sollen - auch hier hat man sonst Verständnisprobleme. Weitere kleinigkeiten: Speicher? Wie, wo, was, wieso? Lesezeichen im Tagebuch, mit dem Sinn, dass...? Welche Prüfung? Was für ein Hof? Wer sind diese Brüder, wer ist Jodi? Woher soll der Fremde Gatha kennen?
Allerdings: Den Abschnitt über das Tanzen fand ich wunderschön. Und den Grundgedanken, von wegen Tagebuch "für" einen Fremden auch.
Ich hoffe mal, du fasst meine kritik nicht zu negativ auf. Ich wollte nicht demotiviernd sondern ehrlich sein.


lajellyberry / Website (29.4.09 20:30)
Ok, jetzt habe ich die Einleitung gelesen und mir stellt sich die Frage: Wo ist der Rest des Textes? Nicht mehr da, nie dagewesen? Ich wäre über eine Antwort dankbar!

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